März, April & Mai 2021 – Überarbeiten mit Hindernissen


Rückblick, Schreibtagebuch / 1. Jun 2021

So viel zu meinen guten Vorsätzen, mich regelmäßig wieder um meinen Blog zu kümmern. Aber alle paar Monate ist doch auch regelmäßig, nicht wahr? Aber ich hätte nicht gedacht (oder zu hoffen gewagt), dass ich fleißiger bei meinem Schreibprojekt bei bin, als bei meinem Blog. Offenbar sind für letzteren die Hürden doch höher als für mein Schreibprojekt. Aber damit kann ich leben 😉 Denn, wie schon im letzten Beitrag erwähnt – ich bin gerade mittendrin mein Projekt KaBiZ zu überarbeiten und hinaus an die Testleser zu schicken.

März

Kurz und knapp: Es lief gut, ich habe im “Team 7am” regelmäßig an KaBiZ gearbeitet und bin gut vorangekommen. Aber für den Blog war wirklich keine Zeit mehr.

April

Der April lief überarbeitungstechnisch eher durchwachsen. Diesen Monat schien ich mich nur durch Kapitel zu arbeiten, die noch deutlich mehr Zuwendung benötigten, als die bisherigen Kapitel. Man ahnt es schon: Ich befinde mich gerade im mittleren Abschnitt der Geschichte. Der Teil, der einen in der Regel am meisten ärgert. Denn der Anfang schreibt sich noch relativ locker, man ist frei in der Geschichte, auch beim Überarbeiten läuft es hier noch relativ gut. Wenn die Geschichte erst einmal steht, gleiches gilt für das Ende (wo ich beim Überarbeiten aber voraussichtlich erst in 1-2 Monaten sein werde). Aber die Mitte …

Ende April hatte mich in diesem Zusammenhang ein Kapitel besonders geärgert. Irgendwie schien dieses Kapitel von vorne bis hinten verkorkst. Nichts passte zusammen, meiner Meinung nach hatten sich ein paar grobe Logikfehler eingeschlichen, ich fand es langweilig, schrecklich … und ich hatte das Gefühl einen Schritt vorwärts und zwei Schritte zurückzugehen, wenn ich mich an dieses Kapitel gesetzt habe. Der innere Kritiker war gefühlt nur noch am Meckern. Ich hatte wirklich absolut gar keine Lust mehr, mich an mein Manuskript zu setzen, weil ich das Gefühl hatte, jede Veränderung machte es nur noch schlimmer. Die vermeintlichen Fehler oder Verbesserungen wirkten sich auch auf andere, vorherige Kapitel, die dann ebenfalls noch einmal unters Messer mussten. Ich hatte sogar so wenig Lust, dass ich drei Tage hintereinander meine frühmorgendliche Schreibsession hab sein lassen und lieber eine Stunde länger im Bett geblieben bin.

Mai

Schreibprojekt: Der April, besonders das Ende, war in dieser Hinsicht eher zäh. Ich hatte Abschnitt 1 abgeschlossen und bei Abschnitt 2 zunächst nur die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen. Schließlich hing ich fest. Anfang Mai fiel es mir endlich auf: Es gab Teile, die einfach unnötig waren, die keinen Mehrwert für die Geschichte hatten. Und was macht man mit solchen Abschnitten? Richtig: Löschen!

Das war die rettende Erkenntnis, die den Knoten platzen ließ. Ich war an dem folgenden Tag schon lange nicht mehr so eifrig mit der Delete-Taste unterwegs. Anschließend war das Kapitel um knapp 1000 Wörter ärmer. Aber ohne diesen unnötigen Ballast konnte ich mich endlich auf das Wesentliche konzentrieren. Die Logikfehler schienen auf einmal längst nicht mehr so gravierend, sondern durch kleine Anpassungen (auch in zwei vorherigen Kapitel) durchaus behebbar. Und so hangelte ich mich von einem Problem zum nächsten und konnte drei Tage später endlich dieses vermeintlich *** Kapitel des ganzen bisherigen Manuskripts als zufriedenstellend überarbeitet betrachten. Danach lief es endlich wieder besser. Ich hatte teilweise sogar Zeit und Lust eine weitere Schreibsession abends einzufügen, wenn der Nachwuchs bereits im Bett war.

Nun, Ende Mai, ist Abschnitt 2 auch zufriedenstellend überarbeitet. (Soll heißen, ich traue mich, es nach und nach an die Testleser zu schicken.) Also steht nun Abschnitt 3 an. Und auch hier hatte ich beim ersten Durchlesen das Gefühl, man hat gerade einen Berg erklommen, nur um festzustellen, dass dahinter ein viel größerer auf einen wartet … Mit anderen Worten: Auch im letzten Abschnitt wartet noch verdammt viel Arbeit auf mich. Aber ich habe schließlich auch den letzten Berg geschafft, also: Ärmel hoch und los!

Blog: Endlich hatte ich auch wieder Zeit (und die Ruhe) mich an meinen Blog zu setzen. Außer diesen Beitrag habe ich die Seite Schreibprojekt(e) aktualisiert und in der Sidebar die Auswahlbox “Archiv” hinzugefügt. Es war mir tatsächlich erst jetzt aufgefallen, dass ich noch gar keins hatte. Aber ich denke, inzwischen haben sich genug Beiträge angesammelt, dass man auch ein Archiv nutzen kann 😉

Mein Plan …

… steht noch. Trotz eines zähen Kampfes im April, liege ich nun wieder recht gut im Zeitplan. Ich habe es geschafft mich auch durch widerspenstige Kapitel durchzubeißen. Allerdings liegt auch noch ein Haufen Arbeit vor mir.

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