Phase 8c: Das Cover – auf die Verpackung kommt es an


Hintergrundwissen, Schreibtagebuch / 4. Aug 2022
Das Cover

Nachdem Titel und Klappentext gefunden bzw. geschrieben sind und auch das Innere des Buches in Form gebracht wurde, geht es nun an die Verpackung des Buches, das Cover. Neben Titel, Autor*innenname und eventuell dem Genre braucht das Äußere des Buches eine ansprechende Grafik, Bild, Zeichnung … etwas, das dem/der Betrachter*in ins Auge springt und schreit “Hier bin ich, lies mich!”

Auch wenn es immer heißt, man solle ein Buch nicht nach dem Einband beurteilen – wer das noch nie getan hat, werfe das erste Taschenbuch. Denn – Hand auf den Buchdeckel – wenn es darum geht, ein unbekanntes Buch in die Hand zu nehmen, aufzuschlagen, zu lesen – ist doch das Cover, das Bild, was den ersten Impuls gegeben hat.

Auch für Selfpulisher*innen gilt: Das Cover entscheidet, ob ein/e potentielle/r Leser*in das Buch in die Hand nimmt, den Klappentext liest – oder einfach vorbeigeht. Nachdem also so viel Arbeit in den Inhalt des Buches gesteckt wurde, sollte man beim Äußern nicht schlapp machen.

Was gilt es zu beachten? Kann man das nicht auch selber machen?

Klar natürlich, aber: Wer keine Ahnung von Grafikdesign hat, sollte besser einen Profi ranlassen. Sogenannte Premade-Cover (in die lediglich Titel und Autor*innenname eingesetzt werden müssen) gibt es bereits ab 50 €. Individuelle Cover werden ab 300-500 € angeboten. Einfach Google fragen. Nach oben ist die Preisspanne natürlich offen. Ja, ich gebe zu, als Selfpuplisher*in schreckt man, gerade am Anfang, bei allem was auch nur annähernd in den dreistelligen Bereich geht zusammen.

Wie man unschwer erkennen kann, habe ich die ersten Cover meines Buches auch selber fabriziert. Ich habe mich lange in die Software eingearbeitet, die Zeichnung habe ich jemand anderes erstellen lassen, habe lange am eigentlichen Cover gebastelt … es war nicht schlecht, aber … als sich die Gelegenheit bot, mit einer Designerin zu arbeiten, habe ich sie ergriffen. (Es wird also in naher Zukunft eine Neuauflage von meinem Buch geben, diesmal mit professionellem Cover.)

Ein paar Richtlinien für alle, die es trotzdem, gegen jeden Rat, selber versuchen wollen (so wie ich am Anfang :P) [1-6]:
  • es sollte ein Bild gewählt werden, das den Inhalt widerspiegelt, aber auf jeden Fall neugierig macht
  • die Schrift sollte zum Genre, Bild und überhaupt zu allem passen
  • die Stimmung, sollte richtig eingefangen werden (Wer auf der Suche nach einem Liebesroman ist, wird wahrscheinlich nicht zu einem Buch mit einem Blutbad auf dem Einband greifen.)
  • das Cover sollte der/dem potentiellen Leser*in das richtige Gefühl/Eindruck vermitteln (s. vorherigen Punkt. Wer das Buch mit dem Blutbad genommen hat, wird wahrscheinlich enttäuscht sein, wenn der Inhalt eine schnulzige Seifenoper ist.)
  • das Cover sollte sich trotzdem von der Masse abheben und einzigartig sein (haha – nichts leichter als das, nicht wahr?)
  • wer (auch) als ebook veröffentlicht, sollte darauf achten, dass das Cover auch in schwarz-weiß gut aussieht, da längst nicht alle ebook-Reader farbig arbeiten
  • das Cover sollte nicht selbstgemacht wirken 😛
Zusammenarbeit mit Designer*innen

Gerade aufgrund des letzten Punktes der Liste empfiehlt es sich, das Cover nicht selber zu machen. Denn damit es einigermaßen professionell wirkt, reicht es nicht, eine brauchbare Software zu haben (Was man in manchen Foren zu diesem Thema lesen kann, lässt sich im besten Fall als naiv bezeichnen). Ein Werkzeug ist schließlich auch nur so gut, wie sein/e Benutzer*in. Und um mit einer guten Software wirklich gut umgehen zu können, braucht es (Einarbeitungs)zeit. Und damit ist nicht die Zeit gemeint, die für die Arbeit des eigentlichen Covers benötigt wird. Alles Zeit, die man als Autor*in vielleicht besser zum Schreiben nutzen könnte …

Auch hier ein paar Richtlinien:
  • Portfolio anschauen – ist der Stil, wie ich mir mein Cover vorstelle?
  • Kommunikation ist alles
    • ebook? print? beides?
    • Welche Maße? Die Größe des Covers für die Printausgaben richtet sich schließlich nach dem Umfang des Buches.
    • Inhalt – Kernaussagen des eigenen Buches
    • präzise Formulieren
Die Phasen des Schreibens zum Nachlesen
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