Neues Buchcover – Zusammenarbeit mit einer Designerin


Hintergrundwissen, Meine Veröffentlichungen, Schreibtagebuch / 26. Aug 2022

Als Selfpublisher*in kommt man oft in die Verlegenheit alles selber zu machen. Sei es nun Buchsatz, Marketing, Cover … inwiefern das ratsam ist, sei hier jetzt nicht Thema des Beitrags. Über meinen Mann bin ich überraschend in den Kontakt mit der Designerin Melina Lau gekommen, die ihr Angebot um den Bereich der Buchcover erweitern wollte. Diese Gelegenheit zur Zusammenarbeit habe ich natürlich sofort ergriffen. Da ich doch von einem zum nächsten Moment ins kalte Wasser geschubst wurde, hier ein paar Gedanken und Notizen, die ich in einem ruhigen Moment vorher gerne zusammengestellt hätte.

Erst einmal die Fakten, welche sachlichen Informationen benötigt die/der Designer*in in jedem Fall?
  • Für was soll das Buchcover sein: Print, ebook, beides?
  • Welche Maße hat das Cover?
    • ebook
      • die Maße finden sich in der Regel bei dem jeweiligen Anbieter, über den veröffentlicht werden sollen, z. B. KDP oder Tolino Media
      • keine Rückseite benötigt
      • endgültige Umfang des Buches ist nicht relevant
      • nicht alle ebook-Reader stellen Farben dar, deswegen sollte das Cover auch in schwarz-weiß gut aussehen
    • print:
      • Daten ebenfalls vom Anbieter, über den veröffentlicht werden soll
      • BoD z. B. erstellt anhand der Seitenzahl und Wahl der Ausstattung (Format, Softcover, Hardcover, Papierstärke, …) eine Grafik mit den Maßen, die das spätere Cover haben soll
      • Höhe und Breite, sowie Beschnittrand richten sich nach dem gewählten Format
      • Buchrücken richtet sich nach dem Umfang, sprich der Seitenzahl, des Buches.
  • Pflichtangaben Buchcover
    • Titel
    • Autor*innenname
    • eventuell Genre
Nun die Kür, der Grund warum ein/e Designer*in beauftragt wird:

Es geht um die Verpackung, also die Grafik, das Bild, das Aussehen der Geschichte, die man selbst so mühevoll geschrieben, überarbeitet und feingeschliffen hat. Nun ist Kommunikation das ein und alles. Die/der Designer*in kann schließlich nicht in den Kopf der Autor*in schauen. Von daher:

  • Worum geht es in der Geschichte?
    • Zusammenfassung auf den Punkt gebracht
    • Genre
    • Protagonist, Antagonist
    • Hauptkonflikt
    • wichtige Orte, Gegenstände, …
  • Welche Ziel-/Altersgruppe?
    • Kinderbuch? Jugendroman? Thriller?
  • Welchen Eindruck, Gefühl soll das Buchcover vermitteln?
    • romantisch? düster? …?
  • Ist das Cover für ein Buch einer Reihe oder einen Einzelband?
  • Wie viel Freiraum sollte man lassen?
    • die eigenen Wünsche, Vorstellungen präzise formulieren
    • aber offen sein für Vorschläge
Meine Erfahrungen:

Ich war, wie gesagt, an diesem Punkt etwas ins kalte Wasser geschubst worden. Mitten in der Babypause hatte ich mir nun wirklich keine Gedanken um ein professionelles Cover gemacht. Aber nun gut, unverhofft kommt oft.

Einen Vorteil hatte ich – Melina Lau hatte mein Buch schon komplett gelesen, sie wusste also, worum es in meiner Geschichte geht und hatte sogar schon einige Ideen im Kopf. Es folgte eine kurze Abstimmung, was Zielgruppe, Grundstimmung und Punkte betraf, die unbedingt auf dem Cover sein sollten. Dann bekam ich einige Skizzen als Vorschläge:

Hier war auch schon direkt eine Idee dabei, die dann das spätere Cover werden sollte. Es folgte eine weitere Abstimmung (hatte ich schon erwähnt, dass Kommunikation wichtig ist?), welche Elemente aus welchen Vorschlägen mir gut gefallen hatten, bevor es dann an die Umsetzung zum eigentlichen Cover ging:

Es folgte die Feinabstimmung, was Schriftgröße und Farbe, den Hintergrund usw. betraf. Und mir wurde deutlich, wo ich in meiner Formulierung zu Beginn nicht präzise genug gewesen war: Baghira wirkte in der ersten Version einfach zu klein und zierlich. Das war in meinen Augen nicht Baghira, sondern eher Susi. Definitiv ein Punkt, den ich beim nächsten Mal besser machen werde: Meine Protagonisten genau (!) beschreiben. Aber dann, war es schließlich soweit:

Mit anderen Worten – es wird bald eine dritte Auflage von meinem Buch geben.

Fazit

Kommunikation, Kommunikation, Kommunikation 🙂

Ein schwarzer Katzenpfotenabdruck mit weißen Buchstaben A bisD in den Zehen.

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